Kostenloses Internet dank Freifunk in Elzach

Die Flüchtlinge, die derzeit im Gasthof „Krone-Ladhof“ in Elzach untergebracht sind, können seit Donnerstagabend ohne Registrierung, ohne Anmeldung und kostenlos das Internet nutzen.

Eigentlich wollte die Familie Fiedler, Inhaber des Gasthofes, ihren Gästen schon seit längerer Zeit einen Zugang zum Internet zur Verfügung stellen. Allerdings gab es bislang vor allem eine zu hohe Hürde, die eine Realisierung dieses Vorhabens verhindert hat: Die in Deutschland existierende Störerhaftung.

Dank der Freiburger Freifunk-Community und deren Infrastruktur sowie dreier von uns Piraten gespendeter, konfigurierter und im Haus installierter Freifunkknoten, kann Familie Fiedler ihren Internet-Zugang ab sofort sorgenfrei mit ihren Gästen teilen.

Über diese drei Freifunknoten gelangen die Gäste des Gasthofs „Krone-Ladhof“ ins Internet.

Über diese drei Freifunknoten gelangen die Gäste des Gasthofs „Krone-Ladhof“ ins Internet.

Herr und Frau Fiedler waren sichtbar erfreut, als wir nach ungefähr einer Stunde mit der Installation und dem Testen der drei Router fertig waren und ein lauffähiges Freifunk-WLAN präsentieren konnten.

Auch wir sind froh darüber, dass unser erstes größeres Freifunkprojekt auf Anhieb so gut funktioniert hat und hoffen, dass dies nicht das letzte dieser Art gewesen sein wird.

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2 Kommentare zu Kostenloses Internet dank Freifunk in Elzach

  1. Harald Wieber sagt:

    Hallo zusammen,
    ich habe gerade euren Artikel über Freifunk gelesen. Vor 2 Tagen habe ich den Eichhof besucht in Simonswald. Dort sind bis zu 90 Flüchtlinge untergebracht, alle ohne W-LAN. Die meisten haben Aldi-Karten im Smartphone (E-Plus-Netz), aber die Verbindung ist miserabel, D2-Netz funktioniert dort wesentlich besser.
    Dazu meine Frage/Anregung: könntet ihr im Eichhof ein ähnliches Projekt wie in Elzach (Krone-Ladhof) starten?
    LG
    Harald

  2. Mac sagt:

    Hallo Harald,

    wir waren auch schon ein paar Mal auf dem Eichhof und haben uns dort ein wenig umgesehen und mit dem Verantwortlichen gesprochen. Leider ist es nicht so einfach dort Internet anzubieten. LTE oder UMTS sind bei keinem Netz verfügbar. Außerdem wäre da zusätzlich noch das begrenzte Datenvolumen. Bei so vielen Leuten ist dieses sehr schnell verbraucht und danach schlägt eine Drossel zu, die die Bandbreite auf ISDN- oder ein noch geringeres Niveau herabstuft. Damit wird es unmöglich im Netz zu surfen. Darum versuchen wir im Moment eine Lösung auf DSL-Basis zu finden.

    VG,
    Mac

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